Nachtrag Urlaub

Zum Thema Fauna: Heute erst herausgefunden, dass das filigrane Wesen im Meer vor Mirtos eine Violette Fadenschnecke (>Wikipedia) war.

Gesehen an unserem letzten Urlaubstag. An dieser Stelle zusammen mit Tintenfisch, Sägebarsch und dem Rest der ganzen Bande. Hier hat Poseidon noch mal alles gegeben.

Ausbeute

In diesem Urlaub war die Ausbeute an Erschnorcheltem und Gesammelten recht übersichtlich. Es gab wenige – und wenn dann nur kleine – Glasnuggets und überhaupt keine Steine mit Loch. Highlight ist das portugisische 5-Cent-Stück. Gefunden am Strand. Die Schote stammt von einem Johannisbrotbaum.

Äschen und Sägen

Heute beim Schnorcheln einen Schwarm flüchtender Goldmeeräschen (>Wikipedia) getroffen, ca. 40 cm von Maul zu Rückenflosse, so um die 8 Tiere, in ca. 2 Meter Tiefe.

Ausserdem einen kleinen, mutigen, revierverteidigenden Sägebarsch (>Wikipedia) kennengelernt. Er wollte mit mir kämpfen, ich aber nicht mit ihm. Ca. 12 cm lang, in ca. 1,20 cm Tiefe.

Ansonsten drehte sich heute die leise Brise und kam ab Nachmittag überraschend mal aus der anderen Richtung, nämlich von Nord-Ost. Das ist nach einem schönen Strandtag schon erwähnenswert.

Nochmal Fische

Nach dem Sturm und den hohen Wellen hat sich das Meer wieder beruhigt und ich kann wieder mit guter Sicht schnorcheln.

Zu meiner Überraschung beobachtete ich heute einen Flughahn (>Wikipedia). Ungefähr 40 cm lang. Ich war mächtig beeindruckt.

Der Riesenzackenbarsch ließ sich heute nicht blicken.

Fische

Das glaubt mir wieder keiner: heute beim Schnorcheln eine fotogene Sepia getroffen. Leider ohne Fotoapparat.

Ansonsten schwimmen die üblichen Verdächtigen in überschaubarer Überzahl umher: Zacken- und Schriftbarsche, Meeräschen, Papageifische, Mönchsfische, Brassen in jeglicher Form, Meerjunker, Meerpfauen, Grundeln, Drachenköpfe, Barben, Trompetenfische, Butte, Goldstrieme, ausserdem Feuerbürstenwürmer, Felsenkrabben und eine Schwimmkrabbe, die sich erstmal nicht weiter bestimmen ließ u.v.m.

Tauchschlumpf

Mit meiner neuen Taucherbrillen-Schnorchel-Maske sehe ich zwar aus wie ein Schlumpf, aber sie ist hervorragend: größeres Sichtfeld, ermöglicht Atmen durch die Nase, beschlägt nicht und läuft nicht mit Wasser voll.

Mit meiner 3-Jahre alten Unterwasserhülle fürs Smartphone hatte ich weniger Glück. Das lief mir leider voll. Trotz ausreichender Testphasen im Waschbecken. Aber es ist alles intakt und nichts kaputt.

Dennoch konnte ich heute ein paar Bilder machen. Die Riffs sind am anderen Ende, am unbewohnten Teil der Bucht und daher einsam, aber ohne Schatten.
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Die üblichen Verdächtigen

Heute mal in Loutro geschnorchelt. Das habe ich gesehen (was hier so unscharf erscheint, liegt daran, dass aus der Küste unter Wasser kaltes Süßwasser ins etwas wärmere Meer strömt. Daher ergibt sich streckenweise ein Flimmern.):

Bart-Feuerborstenwurm

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Urlaubstag #8

Ein paar Worte zum Schnorcheln: Es ist extrem windig, aber die Böen kommen von Landesinneren und hinterlassen auf dem Wasser nur ein zartes Wellenmuster. Das Wasser ist nahezu spiegelglatt, glitzert nur leicht in der Sonne und plätschert kaum hörbar. Unter Wasser ist es ähnlich ruhig. Keine Bewegung ist zu spüren, die Sicht ist klar und weit. Wie in einem riesigen Aquarium. Ich schliesse mich einem Schwarm Mönchsfische an und lasse mich mit ihnen treiben. Unter mir wechseln zwei Butte den Untergrund und gleiten wie zwei tellergrosse Frisbeescheiben von Stein zu Stein. Ein Schleimfisch durchwühlt mit seinen Tentakeln den Untergrund, ständig begleitet von anderen Fischen, die auf ihre Chance warten. Da gibt es die wunderschönen Meerpfauen und alle Arten von Brassen, die kollektiv den Boden abgrasen. Kleine Grundeln sitzen in den Spalten und beobachten das Geschehen. Mein Schwarm umhüllt mich. Ich treibe schwebend weiter, habe einen klaren Blick auf das offene Meer. Am langen Felsen huscht ein grosser Fisch vorbei, ich kann ihm nicht folgen, er ist zu gross und zu schnell. Der Schwarm Mönchsfische ist fort, aber nun begleitet mich ein kleiner, neugieriger, silberner Fisch in vorsichtiger Entfernung, als ich Richtung Ufer schwimme.

Das hier habe ich heute erschnorchelt. Das Seeigelskelett wundert mich, denn ich habe hier weit und breit keinen Seeigel gesehen.

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