Tag 8

nach Adventskalenderaufhängung. Jedes Tütchen, welches wir entnehmen, ersetzen wir durch unseren Baumschmuck. So haben wir peu à peu einen wunderbaren Weihnachtsbaum.

Weihnachtskalender

Selber gemacht.

Ein Dankeschön an den Nachbarn, der uns die Haselnusszweige zur Verfügung gestellt hat, an Roeckl Handschuhe und ihrer Unternehmensbroschüre, Andy Warhol für sein gedrucktes Werk und einer Gruppe Studierender der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg für ihr Sizilienreisebuch. Kordel fand ich in der Küchenschublade, die Ziffern im Internet, Marzipan- und Eierlikörpralinen gabs bei der Metro.

Schneeflöckchen

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
da kommst du geschneit,
du kommst aus den Wolken,
Mensch, mein Weg ist so weit.

Komm verzieh dich, du Flöckchen,
Weißröckchen, du auch,
sonst landet mein Auto
ganz sicher im Strauch.

Schneeflöckchen, schnei‘ morgen,
aber bitte nicht heut‘,
muß noch fahren ein Stückchen,
wie die anderen Leut‘.

Weißröckchen und Glatteis,
weiße Straßen und Schnee,
Winterreifen fürs Auto,
hab ich keine, oje.

Schneeflöckchen, du nervst mich,
muß das heute denn sein,
laß mich bitte in Ruhe,
sonst bleib ich daheim.

Kling, Glöckchen

String-Tanga, stringelingeling,
String-Tanga, string.
Ist so kalt, der Winter,
friert mir ab der Hintern.
Sag, was soll ich machen,
hab schon rote Backen.
String-Tanga, stringelingeling,
String-Tanga, string.

Lang-Höschen, langelangelang,
Lang-Höschen, lang.
Da wirst Du wieder munter,
trägst Du diese drunter,
fühlst Dich wie ’ne Tonne,
hättest lieber Sonne.
Lang-Höschen, langelangelang,
Lang-Höschen, lang.

Pink-Öhrchen, pingelingeling,
Pink-Öhrchen, pink.
Hab‘ so kalte Ohren,
sind schon fast erfroren.
Zwei pinkne Lauscher hab‘ ich,
macht mich nicht grad glücklich.
Pink-Öhrchen, pingelingeling,
Pink-Öhrchen, pink.

Pling, Näschen, plingelingeling,
pling Näschen, pling.
Durch den Schnee zu stapfen,
macht mir Eiszapfen,
hängen an der Nase,
fallen auf die Straße.
Pling, Näschen, plingelingeling,
pling Näschen, pling.

Sing-Mäulchen, singesingesing,
Sing-Mäulchen, sing.
Auch wenn Schnee und Kälte,
ich niemals bestellte,
singe ich ein Liedlein,
alle stimmen mit ein:
Sing-Mäulchen, singesingesing,
Sing-Mäulchen, sing.

Stille Nacht, heilige Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht
alles schläft, einsam wacht,
einer, der zuviel Wurst gegessen hat,
holder Knabe ohne Lockenpracht,
hält sich tapfer den Bauch, hält sich tapfer den Bauch.

Stille Nacht, heilige Nacht,
die Frau, die schläft, er jedoch wacht,
ihm wurde das Sodbrennen nähergebracht,
wurde die Wurst mit viel Fett gemacht?
Keiner weiß es genau, keiner weiß es genau.

Stille Nacht, heilige Nacht,
alles träumt, einer wacht,
denkt an die Bratwurst die ihn so schmerzt,
gemein, wer darüber lacht und scherzt,
Soll es ihm besser ergehen, soll es ihm besser ergehen.

Stille Nacht, heilige Nacht,
ist vorbei, der Morgen lacht,
alles ist wach, nur der Knab‘ ohne Pracht,
der die ganze Nacht hat durchgemacht,
schlummert tief und fest, schlummert tief und fest.

Stille Nacht, heilige Nacht,
einer schläft, alles wacht,
denk dran, die Bratwurst, die macht dich krank,
doch gibts nen Rat – der Himmel sei Dank –
spül sie herunter mit Glühwein, spül sie herunter mit Wein.

Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,
scheint so hell im Zimmer,
ein Lichtlein wie’s Ihr heuer kennt,
vergesst Ihr deshalb nimmer.

Brennt langsam vor sich her,
strahlt helle und ganz licht,
die Nummer von der Feuerwehr?
Ich glaub‘, die brauchen wir noch nicht.

Erst wenn das Haus in Flammen stünde,
was nicht passieren möge,
hing ich am Telefon und verkünde
es der Feuerwehr, auf das sie flöge.

Mit viel Tatü und viel Tata,
mit blauem Licht und langem Schlauch,
wäre sie dann ruckzuck da.
Wir bräuchten sie dann auch!

Solang die Kerze brennt jedoch
langsam vor sich her,
freuen wir uns noch,
auf das nicht brennen möge mehr.

Drum freut Euch des Lichtes,
scheint nimmermehr,
rufst Du ob des Gedichtes
die Feuerwehr…