Frau Kaminski hätte da mal ’nen Durst

Frau Burana Kaminski aus Bottrop
erwacht heute früh mit schwerem Kopp,
sie hätte da mal ’nen Durst,
aber leer ist die Bierkiste,
doch das ist ihr Wurst!
So geht sie auf Piste
mit Lust auf ein Bierchen,
rüber, nach Gelsenkirchen
und macht „bei Kalle“ ’nen Boxenstopp.

Schnaps-Luise

Letztes Wochenende war Brauereifest. Das gute Zirndorfer ging weg, wie warme Semmeln. Auch der Schnapsstand außerhalb der Brauerei war gut besucht. Ein Herrengedeck in zwei Gängen.
Die Handlung und die handelnden Personen dieses Gedichtes sind frei erfunden.

Luise aus Mühldorf am Inn,
Fachverkäuferin
von Spirituosen,
steht dort mit famosem,
grünen Wagen
und stellt – grob überschlagen –
mit tausend Liter Flüssigkeit,
’ne ganze Menge Schnaps bereit.
Die Leute trinken erst ’nen Bier,
dann steh’n sie hier
und kippen noch ’nen Schnaps
hinter den Latz.
Für alle ein Gewinn.
Besonders für Luise aus Mühldorf am Inn.

Biergarten

Man sitzt bei bestem Wetter im Biergarten und nimmt diesen für einen intensiven Augenblick mit allen Sinnen wahr…

Das Brot bestellt
und sofort gebracht,
der Hund hat gebellt,
die Kellnerin lacht.

Das Bier wird nicht schal,
das Essen ist fein,
ein leckeres Mahl.
Jemand trinkt Wein.

Ein Pärchen sich schmiegt,
ein Lüftchen weht,
die Kastanie sich biegt,
der erste Gast geht.

Der Kies knirscht leise,
der Nachbartisch gröhlt,
es zwitschert die Meise –
„Wer hat Bier bestellt?“

Die Sonne lacht,
die Gäste sind froh,
noch ein Eis gebracht
im Biergarten irgendwo.

Caipi

Aufgrund der letzten Gedichte könnte man den Eindruck bekommen, ich sei eine richtige Schnaps-, Wein, Caipi- (nicht vergessen Bier-)Drossel. Stimmt. Wenn’s erlaubt ist …

Ein Caipi am Abend, an einem Ort,
erquickend und labend, so gehe ich fort.
Zwei Caipis am Morgen,
bringen Kopfweh und Sorgen.
Aber bis abends ist der auch wieder fort.

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