Dr Michel brönnt

Neulich, nach der Kohlfahrt: flambierter Kirschmichel zum Nachtisch (wer da noch konnte). Ob der Koch Schwabe, Österreicher, Franke und/oder Bayer ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Dr Michel brönnt,
dr Koch erkönnt:
„Joa, ’s a Schattenmorellen
mit zwoa Dellen
un ka Feuerkirschen
net − sakradi − zum Hirschen!“

Musenmann

Mein Mann und ich. Dienstag, 19:05 Uhr, griechisches Restaurant „Gelber Löwe“. Auf dem Tisch: zwei Ouzo, zwei Bier und die Frage: Wie heißen männliche Musen?

Männer haben Musen
− Inspiration mit meistens Busen.
Doch wie kann
Frau Ihren Musenmann
benamen?
Muserich oder Musamen?
Ich finde ja, hier geht auch „Musen“
− reimt sich gut auf Schmusen.

Tiere im Wasser

Seit wir im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen waren, habe ich eine neue Vision: Inspiriert von den Plakaten zur Ausstellung „Sciame Di Dirigibili / Zeppelin-Schwärme“ von Héctor Zamora zur 53. Biennale in Venedig 2009, möchte ich ein Plakat herstellen.
Und zwar drucken. Mit Moosgummi. Das geht.

Hier habe ich schon mal das Material, Verhalten etc. getestet:

Möhre in love

Es war mal ’ne Möhre aus Rastatt,
die hatte das Alleinsein gar sehr satt.
Sie entfachte ein Liebesfeuer
mit dem Herrn Pfefferstreuer
– so, jetzt haben wir den Salat.

Dünengras

Hier mal wieder ein Gedicht aus der Kategorie „macht keinen Sinn“. Allerdings, das schöne Foto der Ostsee gleicht das locker wieder aus.

Es war mal am Meer ein Dünengras,
das wurde meist nur von oben nass.
Vor dem Meer geschützt
und vom Regen geputzt –
hey, Dünengras – das ist doch was!

Helene beim Friseur

Sie sagt, sie heißt Helene.
Doch keiner nennt sie Lene.
Weil sie nie darauf bestand.

Ihre Schwägerin heißt Waltraud,
sagt sie sehr vertraut.
Traudl wird sie nur genannt.

Helenes Mann heißt Wilhelm
und nicht Willi – dieser Schelm.
Denn so wurde er bekannt.

So ist das beim Friseur.
„Pattati“ und „Pattata“ an mein Gehör:
unterhaltsam aber völlig uninteressant.

Urlaub am Meer. Noch gschwind vor Jahresende.

Das war er also. Unser diesjähriger Urlaub am Meer (auf dem Zingst an der Ostsee). Viel Wetter, viel Ruhe, viel Fisch, viel Spaß und viel Meer.
Und: Möwen, Apfel-Sandorn-Kuchen, Bodden, Feuerquallen, Gulaschsuppe, Gummistiefel, Ostsee-Scholle und -Dorsch, nasse Jeans, Lübzer, zwei Steine am Strand, von denen ich noch nicht weiß, ob es vielleicht Bernstein ist oder nicht, lecker Tee, Wind von hinten, von vorne, von der Seite, quitschende Badelatschen im Spa, Darßer Fischsuppe, bequemes Bett, Pudelmütze, ein ungelesenes Buch, zwei Muscheln, Sand in den Wanderstiefeln, Wasser im Ohr, Rum tasting, Muskelkater.
Hätten wir Kay (nicht unseren Kai) dort getroffen, hätten wir vielleicht mit ihm um die Wette gepinkelt: Am Ostseestrand. Pinkelnd.

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