Schieber

Ein Einkaufswagenschieber,
schiebt die Wagen rüber,
schiebt 20, 30 Stück,
hin, aber nicht zurück.
Denn unseren Wagen holen wir
Im Laden und nicht hier.
Trostlos mag das scheinen,
kümmert es doch keinen.
Geld bekommt auch dieser Mann,
immer – nicht nur dann und wann.
Wären wir so nett,
freundlich und adrett,
würden auf die Schnelle,
die Wagen schieben an die Stelle,
von wo wir sie genommen,
wären wir so besonnen,
verdiente dieser Mann kein Geld.
So komisch ist die Welt.

Vogelterrasse

Wir waren gestern und heute in Stuttgart. Auf ’ner Wahlparty (13. Juni) und Familienbesuch. Auf der Wahlparty fanden wir viel Bier und politische Gespräche vor, beim Familienbesuch Entspannung und Folgendes:

Dem Herrn Jesus sein Licht

„Suche Jesus und sein Licht,
alles andere hilft Dir nicht!“
Wer sagte das? Es war Johannes!
Und der weiß das und der kann es?
Schickt mit seinem karierten Freunde
eine Botschaft an all die Leute,
kund zu tun des Johannes‘ Warte,
mit Nickelbrille und rauschigem Barte.
Der Herr Jesus wird also vermisst.
Sein Licht, tja, wer weiss, wo’s ist?
Suche in der Nacht, du Wanderer,
suche flink, sonst find’s ein anderer,
denn dem Herrn Jesus sein Licht
wirst du sonst finden nicht.
Nur in der dunklen Nacht
wenn kein anderes Licht angefacht.
Und vergiss nicht uns zu sagen
– wir werden dich nicht fragen –
ob Herr Jesus wieder aufgetaucht
und vielleicht ein neues Lichtlein braucht.

Dem Herrn Ullrich sein Jan

Dem Herrn Ullrich sein Jan
ist ganz weit vorne dran.
Fährt im türkisnen Trikot
– die Leute freu’n sich so –
seinen Kollegen weg
und kümmert sich ’nen Dreck
um den Kollegen Zabel,
der sich auf seinem Radel
weiter hinten schundet
und doch nicht überrundet.
Was er auch nicht muß,
denn alle fahren ja am Schluß
die Anzahl gleicher Runden,
Kilometerzahl mit eingebunden.
Ein Gewinner ist ein jeder dann,
und nicht nur dem Herrn Ullrich sein Jan.

Das Wasser sich biegt …

Hat schwere Last zu tragen, dieser Knab‘
gefüllt mit Wasser, bis zum Rande,
trägt er es tapfer bis sein Grab‘
wird umflattert mit traurigem Bande.

Oder mag es ein Mädelein sein,
noch schwerer mag es scheinen,
schwere Last es trägt allein,
so schwer, dass sie muß weinen.

Und welcher Unhold sitzt voraus,
schweres Gewand und mächt’ger Stock,
mag leben in Saus und Braus,
und ist doch nur ein dummer Bock.

Es rächt sich der schuftende Haufen,
ganz unvermutet und schlicht,
der Unhold ist schon grün angelaufen,
die Träger jedoch noch nicht.

Schneeflöckchen

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
da kommst du geschneit,
du kommst aus den Wolken,
Mensch, mein Weg ist so weit.

Komm verzieh dich, du Flöckchen,
Weißröckchen, du auch,
sonst landet mein Auto
ganz sicher im Strauch.

Schneeflöckchen, schnei‘ morgen,
aber bitte nicht heut‘,
muß noch fahren ein Stückchen,
wie die anderen Leut‘.

Weißröckchen und Glatteis,
weiße Straßen und Schnee,
Winterreifen fürs Auto,
hab ich keine, oje.

Schneeflöckchen, du nervst mich,
muß das heute denn sein,
laß mich bitte in Ruhe,
sonst bleib ich daheim.

Kling, Glöckchen

String-Tanga, stringelingeling,
String-Tanga, string.
Ist so kalt, der Winter,
friert mir ab der Hintern.
Sag, was soll ich machen,
hab schon rote Backen.
String-Tanga, stringelingeling,
String-Tanga, string.

Lang-Höschen, langelangelang,
Lang-Höschen, lang.
Da wirst Du wieder munter,
trägst Du diese drunter,
fühlst Dich wie ’ne Tonne,
hättest lieber Sonne.
Lang-Höschen, langelangelang,
Lang-Höschen, lang.

Pink-Öhrchen, pingelingeling,
Pink-Öhrchen, pink.
Hab‘ so kalte Ohren,
sind schon fast erfroren.
Zwei pinkne Lauscher hab‘ ich,
macht mich nicht grad glücklich.
Pink-Öhrchen, pingelingeling,
Pink-Öhrchen, pink.

Pling, Näschen, plingelingeling,
pling Näschen, pling.
Durch den Schnee zu stapfen,
macht mir Eiszapfen,
hängen an der Nase,
fallen auf die Straße.
Pling, Näschen, plingelingeling,
pling Näschen, pling.

Sing-Mäulchen, singesingesing,
Sing-Mäulchen, sing.
Auch wenn Schnee und Kälte,
ich niemals bestellte,
singe ich ein Liedlein,
alle stimmen mit ein:
Sing-Mäulchen, singesingesing,
Sing-Mäulchen, sing.

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