Eimerlein

Der Eimer in der Ecke,
rührt sich nicht vom Flecke.
Viele Stücke Papier
landen balde hier.
Ist so tapfer und ganz klein,
es passt fast nix mehr rein.
Ach, Du kleiner
Mülleimer,
würdest Du noch wachsen,
so machten sie die gleichen Faxen
mit Dir
und dem Papier.
Wärst Du ganz groß und nur halb so voll,
wär‘ das Leben auch nicht toll.
Ob groß, ob klein –
Du bleibst eben nur ein Mülleimerlein!

Viel Blau um nichts

Und noch’n Gedicht: anläßlich eines wenig bewegenden Momentes auf der Fürther Kerwa:

Die Feuerwehr, die Feuerwehr,
die hat’s heute garnicht schwer:
Steht auf der Kerwa heute
und schaut in die Gesichter all der Leute,
die vom Blaulicht sind stark geblendet.
Glücklich, wer ein ruhiges Plätzchen findet.
Menschenmengen stehen links und rechts.
Die Feuerwehrmänner – die angesichts
der Menschenmassen
sich nicht verwirren lassen,
die stehen dort und warten.
In der Hand nen Bier und
Schweineschwarten
oder ähnliches im Brot
– nur ein Imbiss, keine Hungersnot! –
stehen die Zuschauer am Rand
und sind schon sehr gespannt,
was als nächstes passieren mag
– was für ein ereignisreicher Tag!
Doch nichts geschieht bei Weitem!
Ein allgemeines Warten an den Seiten
und in der Mitte auch 
– sogar mit eingerolltem Schlauch.
Mh. Viel Licht und Blau
für nichts, dafür ’nen Stau
gibt’s heut‘ in Fürths Gassen,
– und ich dacht‘ schon, wir würden was verpassen!

Blauer Fuß

Hier noch etwas unabsichtlich Fotografiertes zum Thema Kunst.

Es ist in besserer Qualität käuflich und trägt den Titel „Blauer Fuß auf Holz“

Könige Fußball

Wie oft haben wir Frauen uns schon Gedanken darüber gemacht, wie schön es wäre, wenn wir unsere Männer während samstäglicher Shopping-Touren in einem Hort abgeben könnten. Mit Bier oder Wein, Zigarren oder Zigaretten, Chips oder Salzstangen, Formel Eins- oder Fußball-Sendungen, Playboy oder Kicker usw.

Zur WM 2006 hat diese Vorstellung wenigstens mit dem Fußball geklappt. Kurz vor Anpfiff der WM-Begegnung Italien – Australien machte ich in einem Einkaufscenter in Nürnberg folgenden Schnappschuß:

Neugier

Billy schaut sich die Kamera mal genauer an, nachdem er an Kais Ring und Laptop vorerst das Interesse verloren hat.

Fleck

Neulich auf der Innenseite unserer Spülmaschinentür:

Was für ein besonders schöner Milchfleck!

Frühling

Der Winter, der dauert lange,
Uns wird schon Angst und Bange
Ob er jemals endet,
Und seine Zeit bei uns verschwendet.
Am Anfang ists ganz schön,
Wunderbar mit anzusehn,
Wie die weiße Winterpracht
Aus der Landschaft einen Zauber macht.
Wir ziehen uns wärmer an 
– ein jeder denke dran –
Damit wir nicht frieren ein viertel Jahr,
Nämlich von November bis Januar.
Danach wird es unerträglich,
Die Gemüter werden kläglich:
Mit Handschuh, Mütze, Schal
Reicht es uns nun allemal!
Wo ist der Frühling denn geblieben?
Oder müssen wir den verschieben?
Nein, wir warten noch ein wenig,
Denn der ist schließlich nicht gewöhnlich,
Kommt mit seinem grünen Charme
Und macht uns glücklich und auch warm.
Die Jahre vergehn auf gleiche Weise,
Ein bisschen wie ne Wetterreise,
Durch all die Jahreszeiten.
Doch der Frühling ist anders und das bei Weitem.
Auf keinen Zeitpunkt wird so gewartet,
Bis das der Frühling endlich startet.
Das macht ihn ganz besonders,
Anders als Winter, Herbst und Sommer.

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