Urlaubstag #8

Ein paar Worte zum Schnorcheln: Es ist extrem windig, aber die Böen kommen von Landesinneren und hinterlassen auf dem Wasser nur ein zartes Wellenmuster. Das Wasser ist nahezu spiegelglatt, glitzert nur leicht in der Sonne und plätschert kaum hörbar. Unter Wasser ist es ähnlich ruhig. Keine Bewegung ist zu spüren, die Sicht ist klar und weit. Wie in einem riesigen Aquarium. Ich schliesse mich einem Schwarm Mönchsfische an und lasse mich mit ihnen treiben. Unter mir wechseln zwei Butte den Untergrund und gleiten wie zwei tellergrosse Frisbeescheiben von Stein zu Stein. Ein Schleimfisch durchwühlt mit seinen Tentakeln den Untergrund, ständig begleitet von anderen Fischen, die auf ihre Chance warten. Da gibt es die wunderschönen Meerpfauen und alle Arten von Brassen, die kollektiv den Boden abgrasen. Kleine Grundeln sitzen in den Spalten und beobachten das Geschehen. Mein Schwarm umhüllt mich. Ich treibe schwebend weiter, habe einen klaren Blick auf das offene Meer. Am langen Felsen huscht ein grosser Fisch vorbei, ich kann ihm nicht folgen, er ist zu gross und zu schnell. Der Schwarm Mönchsfische ist fort, aber nun begleitet mich ein kleiner, neugieriger, silberner Fisch in vorsichtiger Entfernung, als ich Richtung Ufer schwimme.

Das hier habe ich heute erschnorchelt. Das Seeigelskelett wundert mich, denn ich habe hier weit und breit keinen Seeigel gesehen.

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